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1. Tag - Rosslare -> Tralee
enug Fähren- und Francestories, kommen wir zur Ankunft in Rosslare/Irland am 21. Juni 2005.
Wir legten an, entgurteten die Mopeds und verliessen die Fähre. Auf dem Weg zum Fährhafen-Exit sucht man sich die kürzeste Schlange, ruft dem dort stehenden Hafenbeamten nur kurz "We are Germans" zu und dieser winkt einen dann freundlich und ohne irgendwelchen neugierigen Fragen durch. An anderen Stellen stauten sich die wartenden Fahrzeuge, denn dort wurde durchaus gefragt und wahrscheinlich auch kontrolliert.
Unser Organisator, Tourgide und Fremdenführer Matt von Celtic Biketours wartete am ersten irischen Kreisverkehr gleich nach dem Fährhafen auf uns und es fand erst einmal eine kleine Begrüßung sowie eine Besprechung des weiteren Tagesverlaufs statt.
Wir machten uns danach auf bis kurz vor Wexford, Richtung Arthurstown, wo wir die nächste aber viel kleinere Fähre nach Passage East nahmen.
Schon auf dem Weg nach Arthurstown fiel mir auf, daß es in diesem Landstrich kaum Leitplanken entlang der Straßen gibt sondern vielmehr Hecken, die die Straßenränder säumen. Soviel zum ersten zur "grünen Insel". Es fiel mir außerdem angenehm auf, daß viele Autofahrer uns herannahenden Bikern Platz machten, damit wir auch bei durchgezogener Linie an ihnen vorbeikamen. Es sei übrigens anzumerken, daß wir die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Landstraßen seltenst überschritten haben und wenn, dann nur um 10-20 km/h, um einen Überholvorgang schneller durchzuführen.
Wir durchquerten das Städtchen Waterford und fuhren durch jetzt schon reizvolle Landschaften auf der recht guten N24 nach Cashel, um dort den Rock of Cashel zu bestaunen; eine alte Burgenanlage aus dem Mittelalter. Wir schlossen uns dort einer englischsprachigen Führung an, die meines Erachtens detailliert, interessant und gut zu verstehen war. Außerdem werden dort auch Filmvorführungen in deutscher Sprache angeboten, was wir freilich nutzten.
Danach machten wir uns auf nach Tipperary ("It's a long way to Tipperary...") über das schöne West Limerick in die Grafschaft Kerry. Irgendwo auf dieser Strecke verabschiedete sich mein Camcorder-Stativ, welches ich nach einiger Testerei als das beste von drei Stativen auserkoren hatte. Zum Glück ist es aber nur gekippt, nicht samt Camcorder abgefallen. Ich ließ mir also am Abend was anderes einfallen und schnitt kurzerhand ein Loch in das Kartenfach des Tankrucksacks, stopfte den Camcorder hinein und es stellte sich später heraus, daß es die beste Lösung war. Denn die Vibrationen des Mopeds hatten dermaßen auf das Stativ eingewirkt, daß die Aufnahmen eine einzige Wackelei und somit reif für Ablage P waren. Der Tankrucksack federte die Vibrationen durch seinen gut gefüllten Inhalt recht passabel ab. Zudem war die Kamera auf einer fast optimalen Höhe und spritzwassergeschützt war sie auch noch. Hätte ich es mal gleich so gemacht...
Über die N21 ging's dann via Abbeyfeale und Castleisland nach Tralee, wo wir nach 293 Irlandkilometern in unserem Lieblings-B&B "Denton" für 3 Nächte Station machten. In dieser Unterkunft waren wir besonders gerne, da die Gastgeber sehr freundlich und hilfsbereit sind, die Zimmer sind schön und vor allem sauber und das Frühstück war reichhaltig und lecker. Die Motorräder konnten wir die Nacht über auf dem abgeschlossenen Hinterhof parken. Einen prima Plastikkleber haben sie auch noch, mein Blinker hatte sich bis Köln jedenfalls nicht mehr kaputtvibriert.
Im 50 Meter entfernten Meadowlands Pub, ein sehr schöner Pub mit einer integrierten Bibliothek, wurde am ersten Abend das erste Guinness geschlürft und die nächste Tour nach Dingle geplant.
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