8. Tag - Tralee -> Dublin


Nach der Verabschiedung von den Denton-Wirtsleuten machten wir uns auf den direkten und schnellsten Weg ins 304 km entfernte Dublin. Wir lernten jetzt zum ersten Mal eineTralee -> Dublin irische Autobahn kennen, die sich kurz vor Dublin in eine Baustelle verwandelte. Hier tröpfelte es ganz leicht für ein paar Minuten aber in Dublin selbst quälten wir uns auf der Suche nach unserem B&B in praller Sonne von einem städtischen Stau in den nächsten.

Letztendlich fanden wir unsere Unterkunft im Stadtteil Glasnevin; ein älteres Reihenhaus in viktorianischer Bauart, d.h. schmale Front aber recht tief nach hinten raus mit hohen Wänden. Die Bikes konnten auf dem dazugehörigen Hinterhof mit Eisentor vor neugieren Blicken sicher abgestellt werden. Wieder wurde somit ein ruhiger Schlaf garantiert.
Wir genossen hier einen Kaffee und zeichneten den bisherigen Tourverlauf in eine Irlandkarte ein, um später z.B. diesen Bericht schreiben zu können. Danach machten wir uns per Doppeldeckerbus auf in die Stadt, um eine Stadtrundfahrt zu machen, denn mehr war mit meinem lädierten Fuß nicht drin. Die Stadtrundfahrt war recht interessant - der Bus war ein offener Doppeldeckerbus und der Busfahrer war gleichzeitig unser "Fremdenführer" und erzählte uns per Headset-Mikro allerhand in humorvoller Art und Weise über die Stadt. Auch hier fuhren wir im Zentrum vom einen Stau in den nächsten. Aber so hatte man länger mehr zu gucken. Im letzten Drittel der Rundfahrt fing es für eine halbe Stunde an zu regnen aber wir hatten uns schnell das kleine Stück Dach im Oberdeck des Busses gesichert.

Dublin hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten - zum einen das berühmte Trinity-College, das alte General Post Office in der breiten O'Connell Street, nicht zu vergessen die alte Guinness Brauerei, die sich über ein Riesengebiet erstreckt und natürlich die Jameson Distillery, um nur einige zu nennen. Um einiges zu besichtigen, sollte man sich mindestens 2 Tage Zeit nehmen.
Mir persönlich war es besonders im Zentrum zu laut, obwohl ich selbst ein Großstadtkind und somit Lärm gewohnt bin. Das mag zum einen daran gelegen haben, daß in der O'Connell Street kräftig gebaut wurde und zum anderen wurde die Straßenbahn in Dublin erst vor kurzem entdeckt; es fahren also fast mehr Busse als Autos durch die Stadt, die natürlich auch ihre Abgase hinterlassen und den eh schon dichten Verkehr noch zusätzlich aufblähen.
Wir aßen noch etwas in einem irischen Schnellrestaurant ala Mäckes und machten uns wieder per Bus auf den Weg in einen Pub, der wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt war. Nach einer Weile setzte der Regen wieder ein, welcher vorerst anhalten sollte...



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