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9. und letzter Tag - Dublin -> Rosslare
ch wache auf und höre Geplätscher - es regnete immer noch und das nicht zu knapp. Wir beschlossen nach dem Frühstück, Petrus gut zuzureden und erst einmal abzuwarten, ob es nicht vielleicht doch aufhörte, denn wir hatten zeitlich noch Luft und hätten auch erst um 13 Uhr losfahren können, denn im Regen wären wir einen kürzeren Weg zum Fährhafen von Rosslare gefahren. Aber gegen 10 Uhr hatte Petrus ein Einsehen und gegen 11 fuhren wir wieder quer durch Dublin Richtung Wicklow Mountains, die bei trockenem Wetter unser Ziel waren. Wir erreichten nach einigen tollen - leider noch zum Teil nassen - Kurven außerhalb Dublins einen Aussichtspunkt, wo man ganz Dublin überblicken konnte. Allerdings lag die Stadt noch in Nebel und Dunst vom vorherigen Regen aber man konnte zumindest ein bißchen was erkennen.
Wir fuhren weiter und je mehr wir in die grünen Wicklow Mountains vordrangen, desto nebliger wurde es. Es war zu allem Überfluß auch noch Sprühnebel, der einem alle 10 Sekunden die Hand über's Visier wischen ließ. Die Berge konnte man leider nur erahnen, denn hier und da war ein schwacher Umriss zu sehen.
Wir erreichten ein schönes, kleines Tal mit einem Wasserfall und machten hier kurz Halt, um die Aussicht zu genießen und den Nebel von den Bäumen aufsteigen zu sehen.
Weiter ging es zum Glendalough Nationalpark. Glendalough ist frühchristliche Klosterstätte, die im 6. Jahrhundert von St. Kevin gegründet wurde. Hier ist ein ehemaliges Kloster idyllisch in einem Gletschertal mit zwei Seen eingebettet (Gaelisch: Gleann Dá Locha = Tal der zwei Seen). Mehrere Wanderwege führen vom Kloster zum Lower und Upper Lake. Aber wie das so ist, in unseren Motorradsachen, der wieder scheinenden Sonne und zudem knapp bemessener Restzeit, bis die Fähre ablegt, haben wir hier nur kurz Halt gemacht und uns die weitgehend erhaltenen Bauten wie die Kapelle "St. Kevin's Kitchen" und den Round Tower angesehen, in dem sich damals die Mönche vor den Wikingern versteckten.
Anschließend verließen wir diesen schönen Park und so langsam aber sicher auch die Grafschaft Wicklow, um auf der N11 endgültig Rosslare anzusteuern. Dort angekommen drängte die Zeit und wir mußten nach dem "Einchecken" im Gegensatz zum Hafen von Cherbourg gar nicht darauf warten, auf die Fähre gelassen zu werden - im Gegenteil, man zeigte uns an, daß wir uns beeilen sollten und ehe wir uns versahen, waren wir schon im Bauch des Schiffes und hatten somit leider keine Gelegenheit mehr, uns von Matt zu verabschieden, der extra den Weg zum eigentlichen Wartepunkt zu Fuß auf sich genommen hatte.
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